ADHS-Selbstführung für Berufstätige

Du bist nicht faul. Du bist nicht kaputt. Dir fehlt der Blick von oben auf dein eigenes System.

Kluger Kopf, gefragter Job, das Gehalt stimmt. Ein Leben, das von außen nach Erfolg aussieht. Und innen drin dieser zähe Kampf gegen dich selbst: zu spät, zu viel, zu chaotisch, zu laut im Kopf. Bei Mind Change Management lernst du, dein ADHS-System aus der Vogelperspektive zu betrachten und Strukturen zu bauen, die mit deinem Kopf arbeiten statt gegen ihn. Der Weg dorthin beginnt nicht in einer neuen App. Er beginnt bei dir: Sieh nach innen. Dort findest du die Antwort.

  • 1:1-Sparring, remote
  • 1 Session pro Woche
  • Begleitung zwischen den Sessions
  • 3 Monate, kein Abo

Kein Verkaufsgespräch auf Druck, sondern ehrlicher Austausch auf Augenhöhe. Wir schauen gemeinsam, ob mein Training zu deiner Situation passt.

Hajo Fabinyi, ADHS-Sparringspartner, Porträt vor einem alten Baum
Hajo Fabinyi · Sparringspartner

Wie es bei mir anfing

Jahrzehntelang dachte ich, mit mir stimmt etwas Grundsätzliches nicht.

Ich war nie dumm. Ich hatte nie zu wenig Ideen. Und trotzdem fühlte sich mein Leben an wie Fahren mit angezogener Handbremse: alles anstrengender als bei anderen, alles nur halb fertig, alles irgendwie zäh. Von außen betrachtet lief es halbwegs. Innen drin Angstattacken, Panik, später Burnout und Depressionen.

Die Erklärung kam spät: Mein ADHS wurde erst im Erwachsenenalter erkannt. Davor hatte ich Jahrzehnte, in denen mir Lehrer, Chefs und wohlmeinende Menschen denselben Satz mitgaben:

„Du musst nur mal wirklich wollen!“

Ich wollte. Härter als die meisten. Und genau daran bin ich fast zerbrochen – weil Wollen nicht das Problem ist. Vielleicht kennst du das.

Kommt dir das bekannt vor?

ADHS im Erwachsenenleben sieht selten spektakulär aus. Sondern ungefähr so:

Hier sind ein paar Alltagssituationen, die viele Erwachsene mit ADHS kennen – keine Symptomliste und kein Selbsttest. Wir arbeiten mit deinem Alltag, nicht an deinen Diagnosen.

Aus den Augen, aus dem Sinn

Du legst etwas weg und es hört auf zu existieren. Termine, Nachrichten, Rechnungen, gute Vorsätze. Nicht aus Gleichgültigkeit, sondern weil dein Kopf anders priorisiert.

Zeitgefühl: defekt

Beruflich schätzt du ständig Aufwände ab, bei dir selbst liegst du trotzdem jedes Mal daneben: zu spät dran, zu viel vorgenommen. Die Folge: alles halbgar, nichts ordentlich zu Ende gebracht. Verstärkt durch eine Neugier, bei der Angefangenes schnell langweilig wird.

Gedankenspiralen

Entweder „Was hätte ich damals besser sagen können?“ oder fluffige Zukunftspläne ohne echte Umsetzung. Dein Kopf läuft, nur leider selten dorthin, wo du ihn gerade brauchst.

Gefühle in Überdosis

Reizüberflutung, überbordende Emotionen, manchmal Reaktionen, die andere „extrem“ nennen, die sich für dich aber völlig folgerichtig anfühlen. Oder du bist von dir selbst gestresst, weil deine Gefühle ständig maximal schwanken.

Feine Antennen, dünne Haut

Du spürst die Stimmung im Raum, im Meeting wie am Küchentisch. Oft genauer als alle anderen. Gleichzeitig checkst du permanent ab, was sie wohl von dir denken. Souveränität fühlt sich anders an.

Das Alien-Gefühl

Als wärst du nicht ganz am passenden Platz auf dieser Welt. Lost im Leben, lost mit dir selbst. Und immer wieder in denselben Situationen gefangen.

Der Job frisst dich auf

Dein Job ist objektiv gut: spannende Themen, ordentlich bezahlt, flexibel. Und trotzdem bist du nach einem Tag voller Meetings, Calls und Kontextswitches komplett leer, während Kollegen denselben Tag scheinbar mühelos wegstecken.

Wissen ohne Handeln

Du weißt eigentlich, wie du dein Leben verbessern könntest. Du tust es nur nicht. Oder du weißt nicht, womit anfangen. Viele geniale Ideen, ein Ordner voller angefangener Projekte, perfekt eingerichtete Systeme, die nie benutzt wurden. Und am Ende des Tages: nichts geschafft.

Grenzen? Welche Grenzen?

Du lebst im Extrem. Du liebst das Extrem. Und merkst erst Tage später, dass es mal wieder zu viel war. Dein Nein kommt an, nur mit Ultra-Latenz. Die grundlegende Selbstfürsorge bleibt dabei auf der Strecke.

Alles versucht

Ich habe wirklich alles probiert. Du vielleicht auch.

  • To-do-Apps & Listen – 17 Stück natürlich.
  • Ein „Second Brain“ – drei Wochenenden gebaut, nie wieder geöffnet.
  • „Reiß dich einfach mal zusammen!“
  • Tagebuch führen – genau drei Tage lang.
  • Morgenroutinen – bis Mittwoch.
  • Ratgeber-Bücher – gelesen und weggelegt.
  • Disziplin – immer wieder bei Null angefangen.
  • Lifehacks – alle. Wirklich alle.
  • Selbstoptimierung – als wäre ich das Problem!

Wichtig: Professionelle Unterstützung habe ich mir auch geholt. Sie war ein wertvoller Teil meiner Reise, und wer in ärztlicher oder therapeutischer Behandlung ist, sollte dort unbedingt bleiben. Vieles davon war wichtig; mein entscheidender Hebel lag nur woanders – und wo, wusste ich damals schlicht noch nicht. Dagegen war alles von der oberen Liste mein Alleingang: selbst gesucht, selbst ausprobiert, selbst wieder verworfen. Und jeder Anlauf lief bei mir nach demselben Muster. Ein paar gute Wochen, dann der alte Trott, dann Selbstvorwürfe.

Ich stand kurz davor zu akzeptieren, dass mein Leben eben so bleibt: zäh, chaotisch, unter meinen Möglichkeiten.

Das Perfide an dieser Phase: Man dreht sich im Kreis und kommt trotzdem nie zum Kern. Man hängt in dieser Twilightzone. Hin- und hergerissen zwischen „Ich ändere jetzt alles!“ und „Es hat ja doch keinen Sinn“. Man kann sich einfach nicht entscheiden. Und jedes Mal, wenn einem erst hinterher klar wird, was gerade passiert ist, wächst der Stapel der Selbstvorwürfe ein Stück höher.

Der Wendepunkt

Die Wende kam durch kein neues Tool. Sie kam, als ich aufhörte, gegen mich selbst zu kämpfen.

Irgendwann fiel mir auf, dass alle meine Versuche an derselben Stelle ansetzten: ganz hinten, beim Verhalten. Noch eine App, noch eine Routine, noch mehr Disziplin. Dabei läuft in deinem Kopf eine versteckte Prozesskette ab. Lange bevor du „dich zusammenreißen“ könntest!

  1. Sinne & Wahrnehmung Hier setzen wir an
  2. Deine Wahrnehmungsfilter – mit allen ADHS-Besonderheiten
  3. Emotionale Trigger
  4. Alte Muster & der „Archivar“: Ungeklärtes aus dem Unterbewussten meldet sich
  5. Immer dieselben, limitierten Reaktionsoptionen
  6. Twilightzone: hin- und hergerissen, wie ferngesteuert
  7. Späte Realisierung – und die Selbstvorwürfe danach

Wer erst bei Punkt 5 oder 6 eingreifen will, hat schon verloren . Das ist, als würdest du einen Fluss an der Mündung umleiten wollen... Der einzige Punkt mit echtem Spielraum ist der Anfang: die Wahrnehmung. Aktives Hinsehen, nach innen wie nach außen. Genau das meine ich mit „Sieh nach innen, dort findest du die Antwort“. Kein Räucherstäbchen-Programm, sondern präzise Selbstbeobachtung als Handwerk. Das ersetzt nichts von dem, was mir medizinisch geholfen hat; es kam nur dazu.

Zieh niemals gegen dich selbst in den Krieg – du wirst verlieren, so oder so.

Der WAIT-Zirkel

So legst du den Grundstein: W·A·I·T

Vier Schritte, die am Anfang der Prozesskette ansetzen statt am Ende. Kein Geheimwissen, sondern ein Vorgehen, das an etablierte Konzepte anknüpft: Achtsamkeit, Akzeptanz und strukturierte Selbstreflexion. Nichts davon ist ein therapeutisches Verfahren. Es sind Haltungen, die du im Alltag trainieren kannst wie einen Muskel.

Wahrnehmung

Innehalten und Loslassen. Aktives Hinsehen: Was passiert gerade in dir, was passiert um dich herum? Was triggert dich und wieso? Innenschau und Außenschau. Ohne zu bewerten oder zu reagieren.

Akzeptanz

Radikale Annahme dessen, was ist. Hör auf, Energie in den Kampf gegen die Realität zu stecken. Ist Trauer, Wut oder Angst da, wisch sie nicht weg. Nimm sie wahr! Das wird dir neue Einsichten liefern.

Integration

Erkenntnis allein reicht nicht aus, dein neues Wissen will auch gelebt werden. Du brichst aus deinen alten Mustern aus, gehst neue Wege und etablierst sie im Lauf der Zeit. Die zwei ersten Schritte helfen dir dabei.

Transformation

Die letzte Phase. Die Transformation ist kein Kraftakt und kein bewusster Move. Sie ist das Endprodukt der drei Schritte davor. Erzwingen kannst du sie nicht. Du kannst ihr nur den Boden bereiten, indem du dranbleibst.

Nimm das hier mit – es funktioniert auch ohne mich:

Übung 01 · Hand auf Herz und Bauch

Setz dich hin. Die rechte Hand aufs Herz, die linke auf den Bauch. Schließe die Augen, atme zwei-, dreimal tief durch und bleib so für 30 bis 60 Sekunden. Nimm einfach wahr, was passiert Mehr musst du nicht tun. Der Ursprung: In einer Studie der Goethe-Universität Frankfurt wurden 159 Menschen unter Laborstress gesetzt. Wer sich vorher 20 Sekunden lang selbst berührte (die meisten wählten dafür genau diese Haltung), zeigte einen messbar geringeren Anstieg des Stresshormons Cortisol als die Kontrollgruppe. Dreisoerner et al., Comprehensive Psychoneuroendocrinology 8 (2021), 100091. Subjektives Stressempfinden und Herzrate unterschieden sich nicht. Gemessen wurde die hormonelle Reaktion.

Übung 02 · Der 30-Sekunden-Raum-Scan

Lass deinen Blick ganz langsam durch den Raum wandern. 30 Sekunden von links nach rechts und wieder zurück. Nichts suchen, nichts benennen, nichts beurteilen, nur schauen. Viele merken dabei, wie der Kopf einen Gang runterschaltet und eine Lücke in der Gedankenspirale entsteht. Keine Magie: Dein Aufmerksamkeitssystem kann kaum gleichzeitig rasen und langsam schauen Das ist Wahrnehmungssteuerung, schlicht und ergreifend.

Übung 03 · Der 20-Minuten-Streifzug

Geh diese Woche einmal zwanzig Minuten dorthin, wo es grün ist. Park, Waldrand, Feldweg, was du eben in der Nähe hast. Ohne Kopfhörer, ohne Podcast und auch ohne deinen Hund. Diesmal nimmst du nicht mal eine Frage mit. Lass den Blick wandern wie beim Raum-Scan, nur in groß: Licht, Blätter, alles was sich bewegt. Gedanken dürfen kommen und weiterziehen. Festhalten musst du keinen. Nichts analysieren, nichts erledigen, nichts erreichen. Nur da sein und wahrnehmen Das ist wache Aufmerksamkeit ohne Auftrag, kein Ritual und keine Technik.

Diese Übungen sind Selbstbeobachtungs-Werkzeuge, keine Behandlung. Atemübungen machst du eigenverantwortlich; bei Herz-Kreislauf- oder Atemwegserkrankungen, in der Schwangerschaft oder bei psychischen Erkrankungen kläre vorher ärztlich ab, ob sie für dich geeignet sind. Wenn es dir akut schlecht geht, hol dir bitte professionelle Hilfe – Anlaufstellen findest du hier.

Ein neues Kapitel

Mein Kopf ist nicht leiser geworden. Aber ich sitze nicht mehr im Sturm – ich sehe ihn von oben.

Das ist Mind Change Management: der ruhige Blick aus der Vogelperspektive auf das eigene Leben. Von dort aus wurde das Chaos zum ersten Mal ein System, das ich lesen konnte.
Dadurch hat sich für mich vieles grundlegend verändert:

Flow und Struktur im Gleichgewicht

Flow ist Genialität, Struktur die konkrete Umsetzung. Du brauchst beides in Harmonie. Ich habe gelernt, wie das geht, anstatt das eine gegen das andere auszuspielen.

Herr im eigenen inneren Haus

Gedanken und Gefühle sind Mitbewohner, keine Vermieter. Ich kann sie beobachten, ohne dass jeder Impuls sofort das Steuer übernimmt.

Klarheit statt Bauchgefühl-Lotterie

Entscheidungen fallen ruhiger, weil ich weiß, wann was wie dran ist. Ideen landen nicht mehr auf dem Stapel „irgendwann“, sondern in einer Reihenfolge.

Ein Leben, das sich nach mir anfühlt

Ruhiger Kopf, viel Zeit in der Natur und eine Arbeit, die zu mir passt. Kein Statussymbol der Welt schlägt das Gefühl, morgens ohne Gedankenstrudel aufzuwachen!

Heute gebe ich das weiter

Mind Change Management: Ich debugge mit dir dein Leben.

Nicht, weil du kaputt bist – und auch nicht, weil ADHS eine verkannte Superkraft wäre. Dein Kopf hat eine andere Systemarchitektur, mit echten Herausforderungen und echten Stärken. Die Architektur wurde nur nie sauber verstanden, eingerichtet und gewartet. Debuggen ist bei mir übrigens wörtlich gemeint, ich komme aus über zwanzig Jahren IT. Und der Name ist Programm: Change Management bedeutet, ein laufendes System kontrolliert zu verändern, statt es stumpf neu aufzusetzen; kurz: Debuggen statt Reboot. Dafür arbeiten wir mit drei Variablen: Wahrnehmungsverständnis, Mindshift und Alltagsumsetzung. Womit wir anfangen, wie lange wir wo bleiben und was gar nicht drankommt, ergibt sich aus deiner Situation.

Wahrnehmung verstehen: Wie dein Geist wirklich tickt

Du liest dein eigenes System, statt es zu verfluchen.

ADHS als neurobiologische Ausgangslage – nicht als Charakterfehler. Ego, Verstand und Geist: was ist was, und warum tobt da dieser permanente Sturm? Deine Wahrnehmungsfilter mit allen ADHS-Besonderheiten. Und die versteckte Prozesskette von der Wahrnehmung bis zum Selbstvorwurf.

Mindshift einleiten: Konkrete Praxis

Du greifst am Anfang der Kette ein – nicht am Ende.

Selbstwahrnehmung als erster Schritt (fühlt sich anfangs komisch an, gehört dazu). Aktive Innen- und Außenschau, Atem- und Aufmerksamkeitsübungen, der Weg ins „Nicht-Denken“. Grundlegende Akzeptanz und Selbstreflexion. Und die vielleicht wichtigste Regel: Selbstliebe statt Krieg gegen dich selbst! Innere Widerstände werden nicht überrannt, sondern an die Hand genommen.

Umsetzung meistern: Dein konkreter Alltag

Persönliche Systeme, Entscheidungen und die nächsten Schritte.

Alltagsorganisation: Im Job hältst du komplexe Systeme am Laufen. Privat stapeln sich Termine, Wäsche und ungelesene Nachrichten. Die Standard-Regeln wurden für andere Gehirne geschrieben. Wir engineeren dein eigenes System.
Karriere & Verantwortung: Volles Backlog, vollerer Kalender, alle wollen was von dir. Wie positionierst du dich clever, sagst Nein ohne schlechtes Gewissen, und hast nach dem letzten Meeting noch Energie für dein Leben?
Liebe & Beziehungen: Dein Job bekommt deine besten Stunden, dein Privatleben die Reste? Welches Beziehungsmodell willst du eigentlich und wie ziehst du Grenzen, die auch unter Last halten?
Lebensrichtung: Nächste Gehaltsstufe oder dein eigenes Ding? Was willst du auf dieser Welt wirklich erschaffen und welche deiner zwanzig Ideen geht zuerst live?

Wöchentliche 1:1-Session

60 Minuten, remote, nur wir zwei. Kein Gruppenkurs, kein Videoarchiv, keine Powerpointwüste. Die Sessions folgen deinem Alltag, nicht meiner Gliederung. Konsequentes Training im echten Leben anhand deiner realen Situationen.

Sparring zwischen den Sessions

Zwischen den Sessions kannst du mir werktags deine Beobachtungen aus dem Alltag schreiben. Ich spiegle, was ich sehe. Kein Abfragen, keine Kontrolle, keine Bewertung. Wichtig: Das ist Begleitung, kein Krisendienst.

Drei Monate. Kein Abo.

Innere Muster ändern sich nicht in zwei Wochen. Wiederholung ist ein Mechanismus, keine Strafe. Deshalb arbeite ich nicht kürzer als drei Monate. Danach endet die Zusammenarbeit automatisch und weiter geht es nur, wenn wir beide es ausdrücklich wollen.

Begrenzte Kapazität

Ich arbeite weiter in der IT, das Coaching mache ich in Teilzeit. Die Zahl der Menschen, die ich gleichzeitig begleiten kann, ist dadurch fest begrenzt. Ob gerade ein Platz frei ist, klären wir im Erstgespräch.

Eine ehrliche Ansage zur Investition...

Das Training ist eine intensive Einzelbegleitung über mehrere Monate und entsprechend eine ernsthafte Investition: an Zeit, an Energie und an Geld. Es ist bewusst kein Impulskauf und kein 99-€-Onlinekurs. Die konkreten Konditionen besprechen wir im Erstgespräch, wenn für uns beide klar ist, dass die Zusammenarbeit fachlich und menschlich passt.

... und eine ehrliche Ansage zum Sparring

Sparring heißt bei mir nicht Zuhören mit Kopfnicken. Ich werde dich fordern: mit unbequemen Fragen, mit Widerspruch, mit dem Spiegel, den dir sonst niemand hinhält. Es wird Momente geben, in denen du auf dich selbst zurückgeworfen bist. Das ist kein Blue Screen of Death, das ist der Kern der Arbeit. Wie im Training mit einem starken Sparringspartner: Entwicklung findet selten in der Komfortzone statt. Genauso klar ist die zweite Hälfte des Deals: Ich fordere dich, aber ich überrenne dich nicht. Du bestimmst Tempo und Tiefe – Selbstliebe statt Krieg gilt auch im Ring.

Das Training passt, wenn du …

  • berufstätig bist, Verantwortung trägst und trotzdem spürst, dass du massiv unter deinen Möglichkeiten bleibst.
  • bereit bist, über drei Monate ernsthaft zu investieren: Zeit, Aufmerksamkeit und Budget.
  • nicht noch mehr Theorie willst, sondern echte Umsetzung in deinem Alltag.
  • bereit bist, nach innen zu schauen – auch dorthin, wo es unbequem wird.
  • einen Sparringspartner willst, der nachhakt und dich auf Trab hält. Nicht einen, der dir nach dem Mund redet.

Es passt nicht, wenn du …

  • dich in einer akuten Krise befindest, dann gehört deine Situation in professionelle medizinische Hände (Anlaufstellen unten).
  • Diagnostik oder eine Einschätzung zu Medikamenten suchst – das ist Sache von Ärztinnen, Ärzten und Therapeuten.
  • einen Quick Fix erwartest, der in vier Wochen alles erledigt.
  • jemanden suchst, der die Arbeit für dich macht. Ich bin Sparringspartner, nicht dein Diener oder dein Autopilot.
  • erwartest, dass jede Session ein Wohlfühltermin ist. Sparring ohne Gegendruck ist Schattenboxen.
Hajo Fabinyi, kritischer Blick, Porträt in Schwarz-Weiß
Erfahrung statt Lehrbuch

Über mich

Ich bin kein Guru. Ich bin der Typ, der da durchgegangen ist.

Mein Name ist Hans-Joachim Fabinyi, alle nennen mich Hajo. Mein ADHS wurde erst im Erwachsenenalter erkannt, nach Jahrzehnten, in denen es mir phasenweise ernsthaft schlecht ging. Ich kenne die Höhen, die Tiefen, die Fallstricke und sämtliche Sackgassen im Leben mit ADHS aus erster Hand.

Beruflich komme ich aus über zwanzig Jahren IT. Vom Support über technisches Consulting bis zur Verantwortung für Datenschutz und Qualitätsmanagement. Komplexe Systeme analysieren, Fehler an der Wurzel eingrenzen und Menschen durch Veränderungen begleiten: Das ist seit zwei Jahrzehnten mein Handwerk. Irgendwann habe ich dieses Handwerk auf das komplexeste System angewendet, das ich kenne – mich selbst. Deshalb ist „Ich debugge dein Leben“ bei mir kein Marketing-Geblubber, sondern eine Ansage.

Ich habe mir professionelle Unterstützung geholt, sie war wichtig und hatte ihren festen Platz. Meine Arbeit setzt auf einem anderen Feld an: jahrelange, systematische Arbeit an der eigenen Wahrnehmung, orientiert an etablierten Konzepten aus Psychologie und Neurowissenschaft. So bin ich zum Experten für mich selbst geworden. Und genau das kannst du auch: Ich gebe dir keine fertige Schablone, ich zeige dir, wie du dein eigenes System liest und führst.

Was ich dir anbiete, ist Sparring auf Augenhöhe: direkt, ehrlich, mit feinen Antennen und mit dem Blick von oben, wenn du gerade mittendrin steckst.

FAQ

Die Fragen, die du dir vermutlich gerade stellst

Ist das Therapie?
Nein. Mind Change Management ist Coaching und Alltagstraining. Es ersetzt keine ärztliche Diagnostik, keine Psychotherapie und keine medizinische Behandlung und es ist ausdrücklich keine Akutversorgung. Wenn du in Behandlung bist, ist das Training höchstens eine Ergänzung, niemals ein Ersatz.
Brauche ich eine offizielle ADHS-Diagnose?
Nein. Ich stelle keine Diagnosen und verlange keine. Wenn du eine Abklärung möchtest, gehört die in ärztliche oder psychotherapeutische Hände. Dabei unterstütze ich dich gern mit Orientierung, aber nicht mit Einschätzungen.
Ich hatte schon Coaches und Kurse. Warum sollte das hier anders laufen?
Berechtigte Frage und genau der Grund, warum wir mit einem Erstgespräch starten statt mit einem Kaufbutton. Der Unterschied liegt im Ansatzpunkt: Die meisten Programme arbeiten am Ende der Prozesskette (Verhalten, Tools, Disziplin). Wir arbeiten am Anfang: deiner Wahrnehmung. Ob das für dich der fehlende Hebel ist, finden wir gemeinsam heraus. Versprechen kann und werde ich dir nichts, ehrlich prüfen schon.
Warum drei Monate?
Weil innere Muster über Jahre entstanden sind und sich nicht per Wochenend-Workshop umbauen lassen. Veränderung entsteht durch Wiederholung im echten Alltag. Dafür braucht es Zeit zwischen den Sessions, in der du übst, stolperst und wieder aufstehst. Alles andere wäre Show und keine Arbeit.
Wie soll das in meinen vollen Arbeitsalltag passen?
Genau dafür ist das Format gebaut: eine Session pro Woche, 60 Minuten, remote und ohne Anfahrt. Die Termine legen wir so, dass sie zu deinem Kalender passen – nicht umgekehrt. Und das eigentliche Training passiert nicht zusätzlich zu deinem Alltag, sondern mitten in ihm: Dein Arbeitstag, deine Meetings, dein Feierabend sind das Übungsfeld. Du brauchst keine Extra-Stunden, du brauchst einen neuen Blick auf die Stunden, die du ohnehin lebst.
Wird das Sparring unbequem?
Ganz ehrlich? Ja, phasenweise durchaus. Ich stelle Fragen, denen du bisher ausgewichen bist, und ich widerspreche dir, wenn ich ein Muster sehe. Das ist der Unterschied zwischen Sparring und Smalltalk. Wie beim Training mit einem starken Partner kommst du an Stellen, die sich nach der Grenze deiner Komfortzone anfühlen. Und genau dort passiert die eigentliche Arbeit. Zwei Dinge dazu: Erstens bestimmst du jederzeit Tempo und Tiefe. Gefordert wirst du, überrannt nicht. Zweitens bleibt es Coaching: Wir arbeiten an Wahrnehmung und Alltagsgestaltung, nicht an der Behandlung von Erkrankungen oder Krisen – das gehört in therapeutische Hände.
Gibt es Hausaufgaben, Tests oder Lernkontrollen?
Nein. Null. Keine Hausaufgaben, keine Abfragen, keine Fleißbienchen fürs Bravsein. Du hattest genug Schule. Dein Alltag ist die einzige Prüfung, die zählt. Das hier ist kein Lehrgang und kein Kurs: Ich vermittle dir keinen Stoff, den du „können“ musst, und ich kontrolliere nicht, ob du etwas „richtig gemacht“ hast. Was du zwischen den Sessions ausprobierst, gehört dir. Wenn du es mitbringst, schauen wir gemeinsam drauf – als Sparringspartner, nicht als Lehrer.
Wie läuft die Begleitung zwischen den Sessions?
Du wählst: WhatsApp, Threema oder E-Mail. Freiwillig, jederzeit änderbar. Du kannst auch ganz verzichten, ohne dass sich am Training etwas ändert. WhatsApp hat die niedrigste Hürde, weil du es meistens ohnehin schon hast. Threema ist die datensparsame Alternative und funktioniert sogar ohne Telefonnummer. Klassische E-Mail geht ebenfalls. Wie ich mit deinen Nachrichten umgehe, steht in meiner Datenschutzerklärung.
Was kostet das Training?
Das Training ist eine hochwertige 1:1-Begleitung über mehrere Monate und preislich vierstellig eingeordnet. Das ist eine bewusste Investition, kein Schnäppchen. Die konkreten Konditionen besprechen wir im Erstgespräch, wenn klar ist, dass die Zusammenarbeit passt.
Läuft alles remote?
Ja, komplett. Per Video über alfaview, einen deutschen Videokonferenz-Anbieter, den ich bewusst gewählt habe (zwanzig Jahre IT und Datenschutz-Verantwortung hinterlassen Spuren). Kein Anfahrtsweg, keine Wartezimmer, dafür maximale Flexibilität für deinen Berufsalltag.

Der erste Schritt

Wenn du herausfinden willst, ob das dein fehlender Hebel ist: Starte mit dem kostenlosen 360°-Scan.

Ein ruhiges, kostenloses Erstgespräch per Video und ein Blick von oben auf deine aktuelle Situation. Kein Skript, kein Druck, kein Countdown. Nur der erste Schritt auf dem Weg, endlich Experte für dich selbst zu werden.

  1. Du buchst dir unten direkt einen Termin in meinem Kalender.
  2. Wir schauen gemeinsam von oben auf dein Leben: Wo hakt es wirklich und wo ist der Anfang deiner inneren Prozesskette?
  3. Wenn es fachlich und menschlich passt, besprechen wir Rahmen und Konditionen. Wenn nicht, gehst du trotzdem mit mehr Klarheit raus als vorher.
Jetzt kostenlosen 360°-Scan buchen (öffnet in neuem Tab)

Direkter Kalenderzugriff, keine Warteschleife, keine Sales-Spielchen. Der Scan ist ein Kennenlerngespräch – keine Diagnostik, kein Test. Noch ein Detail für alle, die es diskret mögen: Deine Buchung, E-Mails und der Termin laufen neutral unter Mind Change Management, ohne Gesundheitsbezug im Betreff.

Hajo Fabinyi – ruhiger, direkter Blick

Wichtiger Hinweis

Coaching ersetzt keine medizinische oder psychotherapeutische Behandlung. In akuten Krisen wende dich bitte an deine Ärztin/deinen Arzt, an die Terminservicestelle 116 117, an die Telefonseelsorge unter 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 (rund um die Uhr, kostenfrei) – und in Notfällen an den Notruf 112.